Initiativkreis Ruhrgebiet

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Die Leistungskennzahlen

Die Idee

Patienten suchen sich ein Krankenhaus nach unterschiedlichen Aspekten aus. Sie entscheiden sich z. B. für eine Fachabteilung, die möglichst viele "Fälle" hat, d. h. stationäre Behandlungen von Patienten durchführt, oder aber für eine Abteilung mit geringeren Fallzahlen, weil es dort vielleicht familiärer zugeht.

Die Anzahl der stationären Fälle allein ist aber noch nicht aussagekräftig. Erst die Information, wie viele Ärzte und pflegerische Fachkräfte zur Behandlung und Betreuung dieser Fälle zur Verfügung stehen, rundet das Bild ab. Zudem ist die Zahl der Pflegetage, d. h. die Summe der Tage, die alle Patienten in der Fachabteilung verbracht haben, wichtig. Die einzelnen Fachabteilungen können sich bei den stationären Fällen, der Personalausstattung und den Pflegetagen erheblich unterscheiden. Dies führt zum einen zu unterschiedlichen Verhältniszahlen zwischen behandelten Fällen und Fachärzten. Zum anderen unterscheidet sich das Verhältnis von Pflegetagen zu Pflegekräften.

Wie wurden die Leistungskennzahlen erhoben?

Die Anzahl der stationären Fälle, die Pflegetage sowie die Anzahl der Fachärzte und Pflegekräfte (jeweils als Vollzeitkräfte gerechnet) der teilnehmenden Fachabteilungen wurden uns von den Krankenhäusern für einen Zwölf-Monats-Zeitraum zur Verfügung gestellt und konnte von uns nicht im Einzelnen überprüft werden.

Welche Leistungskennzahlen werden dargestellt und was erfahre ich daraus?

Im Klinik-Führer Rhein-Ruhr werden drei Leistungskennzahlen dargestellt:

Die Spannbreite der Ergebnisse pro Fachbereich ist in der Abteilungsübersicht aufgeführt. Die drei medizinischen Leistungskennzahlen können erste Hinweise für die Größe und medizinische Erfahrung einer Abteilung sowie für die zur Verfügung stehenden Mitarbeiterressourcen geben. So kann eine hohe Zahl von Fällen ein Indikator für die große medizinische Erfahrung innerhalb der Abteilung sein. Eine geringe Zahl von stationären Fällen pro Facharzt kann einen Hinweis auf relativ hohe Facharztressourcen, die pro Patient zur Verfügung stehen, und damit auf die Konzentration medizinischer Kompetenz geben. Eine geringe Patientenauslastung Pflege kann für relativ hohe pflegerische Vollkraftressourcen und Verfügbarkeit pro Pflegetag sprechen.

Es ist aber keinesfalls eine eindeutige Schlussfolgerung aus den Leistungskennzahlen möglich. Vielmehr ist zu berücksichtigen, dass stationäre Fälle unterschiedlich lange dauern und unterschiedlich komplex sein können.

Ferner ist zu beachten, dass die ambulanten Fälle in diese Kennzahlen aus methodischen Gründen nicht einfließen konnten. Informationen zum ambulanten Behandlungsspektrum und Fallzahlen erhalten Sie auf den Seiten der einzelnen Kliniken und direkt bei den beteiligten Krankenhäusern.